Kapitel 22 Grafische Programmierung mit GDI+
22.1 Die Namespaces der GDI+-Schnittstelle  
In den vorhergehenden Kapiteln haben Sie das Entwickeln herkömmlicher Fenster basierend auf den im Namespace System.Windows.Forms definierten Typen kennen gelernt. In diesem Kapitel wollen wir uns der Entwicklung von grafikfähigen Anwendungen basierend auf GDI+ zuwenden. Die Abkürzung GDI steht für »Graphical Device Interface«. Das »+«-Zeichen deutet an, dass es sich hierbei um eine Fortentwicklung des in den bisherigen Systemen üblichen GDIs handelt.
Die GDI+-Bibliothek umfasst eine Reihe von Namespaces, in denen die Typen definiert sind, welche die grafischen Routinen für die verschiedenen Einsatzzwecke bereitstellen. Einige dieser Typen haben wir in den vorangehenden Kapiteln schon eingesetzt: Color, Pen und auch Graphics seien hier stellvertretend angeführt. Verschaffen wir uns in der folgenden Tabelle als Erstes einen Überblick über die Namespaces des .NET Frameworks, die direkt mit der Grafikprogrammierung zu tun haben.
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System.Drawing Dies ist der elementarste Namespace, der die Grundelemente der Grafikprogrammierung enthält. Dazu gehört beispielsweise die Klasse Graphics. |
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System.Drawing.Design In diesem Namespace sind Elemente enthalten, um die Entwurfszeit-Benutzeroberflächen von Grafikprogrammen zu erweitern, z. B. Font- und Bitmap-Editor. |
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System.Drawing.Drawing2D In diesem Namespace sind Typen für die erweiterte zweidimensionale Grafikprogrammierung enthalten. Dazu gehören beispielsweise auch Füllmuster und Farbverläufe. |
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System.Drawing.Imaging Dieser Namespace stellt Typen bereit, mit denen Bilder bearbeitet werden können. |
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System.Drawing.Printing Mit den Typen in diesem Namespace können Bilder oder Text auf einer Druckseite dargestellt werden. |
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System.Drawing.Text Mit diesem Namespace können Sie die Auflistungen der Schriftarten bearbeiten. |
Hauptsächlich werden wir uns in diesem Kapitel mit dem Namespace System.Drawing beschäftigen. Das setzt voraus, dass auf die Bibliothek System.Drawing.dll verwiesen wird. Bei Windows-Anwendungen ist das standardmäßig der Fall.
Die Möglichkeiten, die uns GDI+ mit den vielen Klassen und deren Methoden zur Verfügung stellt, sind nur mit einem Wort zu beschreiben: Enorm! Obwohl dieses Kapitel zu den längsten in diesem Buch zählt, kann es nicht alle Möglichkeiten beleuchten, die von der .NET bereitgestellt werden. Ich werde aber versuchen, Ihnen dennoch die wichtigsten näher zu bringen.
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